Wahrheit & Fiktion – "Egon Schiele: Tod und Mädchen"

Schiele-Forscherin Alessandra Comini und Autorin Hilde Berger im Gespräch mit Christian Bauer 

Im zarten Alter von 80 Jahren startet die Schiele-Forscherin Alessandra Comini eine neue Karriere als Krimi-Autorin. In ihrem ersten Roman „The Schiele Slaughters“ (Sonstone Press, 2015) dreht sich alles um eine Person, deren Leben wohl wenige so gut kennen wie Alessandra Comini. Dennoch betont die texanische Forscherin, dass ihr Krimi ein ausschließlich fiktionales Werk ist. 

Hilde Bergers Roman „Tod und Mädchen. Egon Schiele und die Frauen.“ (Böhlau, 2009) sowie die Verfilmung des Romans „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ (Österreich/Luxemburg, 2016) werden dafür gelobt, dass man sich perfekt in die Charaktere einleben kann. Die Autorin des Romans und Co-Autorin des Drehbuchs füllt dabei nicht belegbare Teile der Geschichte mit dichterischer Freiheit.
Das Gespräch der beiden Autorinnen mit Christian Bauer, dem Direktor der neuen Landesgalerie Niederösterreich in Krems und Kurator des Egon Schiele Museums in Tulln, verspricht also, spannende Fragen aufzuwerfen: Darf man Geschichte, die man nur zum Teil kennt, zur Gänze niederschreiben oder muss man offene Fragen auch der Fantasie der Leserin bzw. des Lesers überlassen? Welchen Faktizitätsanspruch dürfen literarische Werke stellen?
Mit einer Reihe von Veranstaltungen lädt das Egon Schiele Museum in Tulln als Kompetenzzentrum für Schieles Biographie auch heuer wieder ein, den Menschen hinter dem Ausnahmekünstler Egon Schiele besser kennenzulernen.

Zeit & Ort: Samstag, 15. Juni 2019, 16.00 Uhr: Diskussion
Sonntag, 16. Juni 2019, 11.00 Uhr: Filmvorführung
Egon Schiele Museum, Donaulände 28, 3430 Tulln

Kosten: Podiumsdiskussion und Filmvorführung sind im Eintritt des Museums inkludiert.
Tipp: Am 15. Juni hat das Museum bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

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